The Book

Fällt euch hier etwas auf?

Getarnt!

Nein?

Gut, dann lest weiter.

„The Book“ – Datenträgertarnung

Was man so braucht:

  • USB Festplatte
  • ein passend großes Buch (Hard-Cover)
  • Lineal
  • Messer (Cutter)
  • Kleber
  • Lötkolben & Lötzinn
  • Draht
  • Heißkleber
  • Schraubenzieher
  • eine ganze Menge Geduld
  • eventuell Dremel mit Fräßaufsatz

Benötigtes

Zuallererst muß man sich entscheiden welche seiner unzähligen USB Platten man tarnen möchte.

Der nächste Schritt ist die Festplatte vom Gehäuse zu trennen, sprich das Innenleben auszubauen, im Regelfall hat man dann eine Festplatte, eine Steuerplatine, einen Schalter und ein Kontrolllämpchen.

USB Festplatte Innenleben

Nun muß man die Größe der Festplatte & Steuerplatine ausmessen, damit man dann ein passendes Buch suchen kann. Der Part mit dem Buch kann ziemlich hart sein, wer ist schon bereit ein Buch zu zerschneiden? Also entweder sucht man sich was billiges vom Flohmarkt, oder aber man hat noch ein Buch von jemanden ausgeborgt, den man nicht mag, solch ein Buch eignet sich natürlich perfekt.

Nun geht es an die Plattenpositionierung im Buch, ich empfehle die Festplatte ungefähr in der mitte des Buches einzubauen, so das man vorne und hinten noch ein paar lose Seiten zum umblättern hat. Auf der Seite sollte die Festplatte so positioniert werden, das auf allen Seiten noch ein solider Streifen Papier überbleibt, am unteren Rand sollte das möglichst breiteste Stück überbleiben, um die Ports dann dort einzubauen.

Nun zeichnet man sich die Schnittlinien ein, und kann auch schon zu schneiden beginnen, die ist der Part, der die meiste Geduld erfordert, und es ist hier wirklich wichtig, das man sauber und präzise arbeitet, und das man den Buchrücken dabei immer gerade hält, sonst wird die Einhölung total schief, und man muß sich ein neues Buch suchen.

Buchrücken

Man muß also immer schauen das Buch nach Methode c zu halten, damit der Teil wo das Buch gebunden ist (rote markierung) gerade ist, bei Methode b wird die „aushölung“ total windschief und die Festplatte passt dann nicht mehr hinein.

Man kann ruhig mehrere Seiten auf einmal ausschneiden, jedoch ist es besser immer weniger Seiten durchzuschneiden und gewissenhaft zu arbeiten, um wirklich gerade Schnitte zu gewährleisten.

Buch aushölen

Wenn man das nun fertig ausgeschnitten hat, muß man sich überlegen wie man die Ports Schalter und Lämpchen positioniert, ich habe mich dazu entschlossen das Lämpchen aus Tarnungszwecken ganz weg zu lassen, und den Ein/Aus Schalter habe ich auch weggelassen, da dieser sowieso unnötig ist, zum Ausschalten ziehe ich einfach den Stecker.

Die USB Buchse und den Stromstecker habe ich ausgebaut, zusammengeklebt und mit Kabel zur späteren Verlötung versehen, die Kabel hab ich dann mit Heißkleber fixiert, damit kein Kurzschluß zustande kommt.

Verkabelung

Nun folgt der Einbau der Stecker, dafür muss man zuerst eine Öffnung an eine passende Stelle des Buches zu machen, dies habe ich mit dem Fräßaufsatz meines Dremels erledigt, da die Öffnung ziemlich am Rand des Buches sein sollte, hatte ich keine Möglichkeit das mit einem Messer auszuschneiden.

Buchsen plazierung

Als nächstes habe ich die Seiten in der „Aushölung“ mit Holzleim bestrichen, um eine gewisse Stabilität zu gewährleisten, desweiteren habe ich einige Seiten „unter“ der Festplatte aus dem selben Grund zusammengeklebt.

Dann nur mehr die Festplatte einlegen, Kabel verlöten, sicherheitshalber 2 mal prüfen ob auch alles Richtig angeschlossen ist, und schon kann man den ersten Test wagen.

Fertig!

Wenn jetzt alles funktioniert kann man seine neu getarnte Festplatte ins nächstgelegene Bücherregal integrieren. Und hier nochmal das Bild vom Anfang, aber jetzt wisst ihr ja bescheid.

Getarnt!

Um meine Daten jetzt ganz Sicher zu haben, brauch ich nur mehr 2 Kabel ziehen, und das Buch ganz ins Regal schieben, wer vermutet schon eine Festplatte in einem Buch 😉

Hoffe es hat Spaß gemacht, würde mich über Comments freuen.

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21 Responses to The Book

  1. dgo sagt:

    und wenn man sie anschließt und laufen lässt fackelt dir die bude ab?

  2. stylesuxx sagt:

    *lol* Na, eigentlich nicht wirklich, Papier fängt bei ca 200°C an zu brennen, die Temperatur bei 48 Stunden Dauerbetrieb der Festplatte lag bei ca 38°C
    Also, kein Grund zur Panik 😉

  3. trm sagt:

    Naja, aber die Luftzufuhr ist ja so schlechter. Somit wird die tempearatur deutlich ansteigen.

  4. stylesuxx sagt:

    Hmmm, also um ehrlich zu sein, hatte mein „normales“ Case auch keine bessere Luftzufuhr, und wer wirklich Panik wegen der wärme hat, kann ja die „aushölung“ tiefer schneiden und Kühlrippen einbauen, aber imho ist das nicht nötig, wie gesagt 38°C geben mir keinen Grund zur Sorge 😉

  5. ap sagt:

    >> Naja, aber die Luftzufuhr ist ja so schlechter. Somit wird die tempearatur deutlich ansteigen.
    Wie wär’s mit Buch aufklappen? 😉

  6. stylesuxx sagt:

    >>Wie wär’s mit Buch aufklappen?

    Definitiv auch eine Möglichkeit, Danke 😀

  7. Dirk sagt:

    Die EMF-Werte sind damit aber fürn Arsch 😉

  8. stylesuxx sagt:

    >> Die EMF-Werte sind damit aber fürn Arsch
    😀 😀 😀
    Aber da sollte man sich wohl mehr sorgen um den EMF Wert seines Handys machen 😉

  9. mr_matze sagt:

    Und wie siehts mit dem Gewicht aus? Wird das schwerer oder leichter? Je nachdem sollte man vlt noch mehr Seiten rausreißen und ggf. durch Bleiplättlichen o.ä. ersetzen.
    Dann hätte man auch die EMF werte wieder im Griff 🙂

  10. Spongebob sagt:

    schon mal dran gedacht das kabel vom PC zum laufwerk führen?

  11. Square sagt:

    Spongebob sagt:
    Januar 28, 2008 um 1:44 nachmittags

    schon mal dran gedacht das kabel vom PC zum laufwerk führen?
    —————-
    Dann zieh das kabel wenn dus nimmer brauchst O_o

  12. Klaus Bockbier sagt:

    Hmm irgendwie recht sinnlos.. also versteht mich nicht falsch, das Teil ist verdammt stylisch aber bei einer Hausdurchsuchung wird das nicht viel bringen. Mit Sicherheit werden auch die Bücher unter die Lupe genommen, alleine schon weil ja gebrannte CD´s in sonem Buch stecken könnten.

  13. Indexer sagt:

    Hey, genau so ein Visual Basic 6 Buch von Addison-Wesley steht auch bei mir zu Hause 😉

  14. yasi sagt:

    Indexer sagt:
    März 23, 2008 um 1:10 nachmittags

    Hey, genau so ein Visual Basic 6 Buch von Addison-Wesley steht auch bei mir zu Hause 😉

    >> und nun weisst Dua uch endlich wofür man es benutzt ^.~

  15. W0thAn sagt:

    naja aber an sich nicht verkehrt wenn man daten verschlüsselt brauch man n backup
    das is die Lösung und bei nem Kumpel von mir warn die schon zur Hausdurchsuchung okay die haben radios gesucht und ihn nich wegen raubkopien gefickt aber bei sona einfachen Hausdurchsuchung sind die nach seinen aussagen nich sonderlich gründlich gewesen

    Gruß w0thAn

  16. H75 sagt:

    Als wenn das was bringen würde… ^^

    Da würde ich doch eher empfehlen, die Festplatte im Blumentopf, hinter einem Bild an der Wand oder aber sogar im Spülkasten der Toilette.

    USB: Im Umkreis von 5 metern gibts etliche Möglichkeiten.

    LAN: Noch besser, so kann man problemlos mehrere hundert Meter überbrücken.

    WLAN: Perfekt. dann kannste die Festplatte entweder draussen im Garten vergraben oder im Baum hoch oben aufhängen. Oft findet sich auch ein alter Brunnen im Garten oder auch nen Hühnerstall…

    Nur zu,, Deiner Vorstellungskraft bleibts überlassen, was du daraus machst! 😀

  17. detru sagt:

    a) wenigstens wissen wir jetzt wofür man VB Bücher benötigt
    b) nja, bei ner Hausdurchsuchung wird das wohl gefunden (obwohl…wenn man den USB Slot noch iwie *dicht* macht…dann sollte das ja im Bereich des möglichen sein^^

    c) eignet sich das hervorragend fürs sneaker net 😉
    Ich mein…wenn man dauernd mit ner externen Platte zum Kumpel läuft, fällt das eher auf als wenn man mit nem VB Buch da hin läuft 😉

    Oder wenn ihr mal ala $AgentenFilm irgendwelche hochsensiblen Daten dadrauf habt und ihr vor %bösemGangster flüchten müsst…der wird garantiert nicht auf so ein blödes Buch achten was $zufälligVorbeikommenderFreund mitgenommen hat
    …nunja, ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie… 😆

  18. Simon sagt:

    Schön werden sachen wie der Blumentopf etc. mit Wireless-USB :D.

  19. Chaot sagt:

    das visual basic buch ist dann zwischen den anderen doch eher verdächtig ;D
    hübsche idee!
    weiter so 🙂

  20. Knutsen sagt:

    Bei mir war auch mal Hausdurchsuchung wegen eines Delikts, der nichts mit Computern zu tun hatte. Allerdings waren die Herren nicht nur nicht besonders gründlich sondern haben sich auch offen nicht für Dinge interessiert die nicht im direkten im Zusammenhang mit der Anklage waren. Sehr freundliche Polizisten, wenn man mal von der offensichtlich unangenehmen Erfahrung einer Hausdurchsuchung absieht.

    Ich wette das so ein Buch höchstens durch puren Zufall gefunden wird, gerade wenn man’s ein wenig weg vom Computer hinlegt…
    Grüße

  21. […] kam man dort auf die Idee, seine Festplatte in ein Buch einzubauen und diese durch eine Ausspartung per USB mit dem Computer zu verbinden, so dass man den […]

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